<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>euphilismus.org</title>
	<atom:link href="http://www.daskannmansichjawohlmerken.de/euphilismus/blog/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.daskannmansichjawohlmerken.de/euphilismus/blog</link>
	<description>you know?</description>
	<lastBuildDate>Mon, 14 Jun 2010 19:42:32 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Das Problem ist das Problem</title>
		<link>http://www.daskannmansichjawohlmerken.de/euphilismus/blog/2010/06/14/das-problem-ist-das-problem/</link>
		<comments>http://www.daskannmansichjawohlmerken.de/euphilismus/blog/2010/06/14/das-problem-ist-das-problem/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 19:36:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bier]]></category>
		<category><![CDATA[Problem]]></category>
		<category><![CDATA[Probleme]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.daskannmansichjawohlmerken.de/euphilismus/blog/?p=66</guid>
		<description><![CDATA[ Menschen haben viele Probleme und fühlen sich deswegen schlecht.
Das größte Problem hat ein Mensch, wenn er darüber nachdenkt ob er etwas falsch gemacht hat. Man kann nämlich garnicht rausfinden ob man etwas falsch gemacht hat.
Lassen Sie mich erklären.
Falsch und richtig gibt es nur bei Aufgaben und Klassenarbeiten.
Wenn man keine Aufgabe hat, kann man auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-67" title="215" src="http://www.daskannmansichjawohlmerken.de/euphilismus/blog/wp-content/uploads/215-150x150.gif" alt="215" width="150" height="150" /> Menschen haben viele Probleme und fühlen sich deswegen schlecht.<br />
Das größte Problem hat ein Mensch, wenn er darüber nachdenkt ob er etwas falsch gemacht hat. Man kann nämlich garnicht rausfinden ob man etwas falsch gemacht hat.<br />
Lassen Sie mich erklären.<br />
Falsch und richtig gibt es nur bei Aufgaben und Klassenarbeiten.<br />
Wenn man keine Aufgabe hat, kann man auch nichts falsch machen und Aufgaben hat man nur, wenn man etwas bestimmtes will, zum Beispiel ein Bier.</p>
<p>Wenn man ein Bier will, aber eine Cola bestellt, hat man etwas falsch gemacht. Aber nur weil man ein Bier will! Würde man kein Bier wollen, sondern eine Cola, wäre es richtig eine Cola zu bestellen. Das ist sehr wichtig! Man kann sogar im Nachhinein etwas Falsches wieder richtig machen, zum Beispiel in dem man sich  selbst sagt &#8220;Ich habe gemerkt, dass ich eigentlich doch lieber eine Cola will und habe intuitiv das Richtige getan!&#8221; oder &#8220;Eine Cola ist auch ein Bier!&#8221;.<br />
Das ist eigentlich also garnicht schlimm etwas falsch zu machen! Jetzt sind wir aber schon beim nächsten Problem: Wie findet man raus was man will? Auch hier ist die Antwort sehr einfach, nämlich nicht.<br />
Man kann auch nicht rausfinden was man will, denn wenn man nachdenkt was man eigentlich will, will man eigentlich garnichts &#8211; man glaubt nur etwas wollen zu müssen, weil man sich von außen unter Druck gesetzt fühlt.<br />
Das passiert zu Beispiel wenn jemand sagt: &#8220;Falsch!&#8221; &#8211; obwohl man garnicht in der Schule ist. Viele Menschen tun sowas aber, weil sie selbst etwas wollen und aber glauben andere würden das auch wollen, zum Beispiel man selber. Solche Menschen nennt man beinahe zu Recht &#8220;Nervensäge&#8221;, denn sie versuchen von außen in die Nerven anderer Leute reinzufassen und die Leute bei denen das funktioniert fühlen sich dann aufgesägt und versuchen sich wieder zuzunähen, zum Beispiel mit Bier.<br />
Zusammenfassend kann man also sagen, dass Menschen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.daskannmansichjawohlmerken.de/euphilismus/blog/2010/06/14/das-problem-ist-das-problem/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Traktat: Erwartungen</title>
		<link>http://www.daskannmansichjawohlmerken.de/euphilismus/blog/2010/05/04/traktat-erwartungen/</link>
		<comments>http://www.daskannmansichjawohlmerken.de/euphilismus/blog/2010/05/04/traktat-erwartungen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 May 2010 20:48:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bier]]></category>
		<category><![CDATA[Erwartungen]]></category>
		<category><![CDATA[Erwartungsdruck]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.daskannmansichjawohlmerken.de/euphilismus/blog/?p=52</guid>
		<description><![CDATA[Eine Erwartung ist eine Idealvorstellung, wie &#8220;etwas zu sein hat&#8221;. Das ist ganz witzig, weil Dinge ja &#8211; wenn sie sind &#8211; genau so sind wie sie sind. Es bringt deswegen nichts, etwas zu erwarten.
Eine Erwartung ist festgedübelte Hoffnung oder sogar Sehnsucht, die wir aufrechterhalten, um uns selbst versichern zu können das wir coole Typen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Erwartung ist eine Idealvorstellung, wie &#8220;etwas zu sein hat&#8221;. Das ist ganz witzig, weil Dinge ja &#8211; wenn sie sind &#8211; genau so sind wie sie sind. Es bringt deswegen nichts, etwas zu erwarten.<br />
Eine Erwartung ist festgedübelte Hoffnung oder sogar Sehnsucht, die wir aufrechterhalten, um uns selbst versichern zu können das wir coole Typen sind.<br />
Das klappt aber sowieso nicht, weil wir in Wirklichkeit alle nervöse Versagertypen oder sogar kleine bösartige Käfer sind.<br />
Wenn wir nun etwas erfahren, zum Beispiel eine self experience, und dann eine Erwartungs-Kontroll-Haltung annehmen, schämen wir uns zuerst und versuchen uns direkt danach blitzschnell selbst in den Arsch zu ficken, was augenblicklich zu einer Spaltung der Persönlichkeit führt. Jetzt haben wir schon gleich 4 Probleme auf einmal: Wir schämen uns dafür dass wir uns geschämt haben und wir schämen uns dafür dass wir uns geschämt haben &#8211; zu allem Überfluss haben wir jetzt auf einmal eine Persönlichkeit, vorher aber garnicht. Das führt dazu, dass Menschen diese Erfahrung wieder erleben wollen, weil sie gerne eine Persönlichkeit hätten &#8211; Schade!<br />
Durch die ganze Erwartungsmatsche die mit der Zeit in uns heranwächst wie ein gallertartiger Klumpen verseuchten Drecks sind wir schon bald randvoll mit Scheiße,<br />
die wir in regelmäßigen Abständen in konzentrierten Strahlen ausspeien müssen um nicht zu platzen. Das führt unter anderem zu Erwartungshaltungen anderen Menschen gegenüber und zu klebrigen Rollenspielen, im besten Fall mit einem Penis in jeder Hand. (Anm. d. Verf.: Ich bin nicht schwul und habe auch nicht mehrere Penes)<br />
Aber der Mensch ist nicht zu stoppen. Was ursprünglich geholfen hat war, sich mehrmals täglich mit größeren Mengen Alkohol zu reinigen &#8211; aber selbst dafür schämen sich die Menschen jetzt und versuchen Rüstungen zu bauen, die mehrere Atmossphären Druck aushalten. Wo soll das hinführen? Irgendwann platzt jede Hülle unerwartet und die Scheiße ergießt sich auf die Hochzeitsgäste oder sogar in den überfüllten Fahrstuhl &#8211; Peinlich!<br />
Ich denke die einzige Hoffnung (think backwards my friend!) für die Zukunft liegt in einem speziell energetisierten Kristall, den ich entwickelt habe und der alle Probleme innerhalb von 2 Wochen lösen wird. Man muss ihn nur kaufen und bei sich tragen, schreiben sie mir bei Interesse! Er kostet 49,99 € und ist das Geld wert! Erfahrungsberichte: &#8220;Sehr gut, danke! Alles ist gut!&#8221; &#8211; Peter &#8220;Geil! Erst war ich skeptisch, aber nach etwa 3 Tagen setzte die Wirkung ein und ich dachte &#8220;Vielen Dank! Es funktioniert! Ich empfehle es fett für eine neue Welt!&#8221; &#8211; Kathrin&#8221; &#8211; Ingrid</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.daskannmansichjawohlmerken.de/euphilismus/blog/2010/05/04/traktat-erwartungen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ich</title>
		<link>http://www.daskannmansichjawohlmerken.de/euphilismus/blog/2009/12/10/ich/</link>
		<comments>http://www.daskannmansichjawohlmerken.de/euphilismus/blog/2009/12/10/ich/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 12:18:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[brain]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.daskannmansichjawohlmerken.de/euphilismus/blog/?p=42</guid>
		<description><![CDATA[Meine Mutter hat immer gesagt, ich sei intelligent. Sei intelligent! X sei intelligent, Helge sei X. Helge = Ich. Heute bin Ich mensa-Mitglied, Schriftsteller, Künstler und Musiker von Beruf, lebe ein Leben nach meinen Wünschen. Ich habe einen IQ von 169. Man kann also sagen, meine Mutter hatte recht.
Man kann meiner Mutter aber auch Wunschdenken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Mutter hat immer gesagt, ich sei intelligent. Sei intelligent! X sei intelligent, Helge sei X. Helge = Ich. Heute bin Ich mensa-Mitglied, Schriftsteller, Künstler und Musiker von Beruf, lebe ein Leben nach meinen Wünschen. Ich habe einen IQ von 169. Man kann also sagen, meine Mutter hatte recht.<br />
Man kann meiner Mutter aber auch Wunschdenken unterstellen und sagen, sie hätte es mir eingeredet. Ich hätte mich dementsprechend verhalten: Um mich von meiner Mutter geliebt zu fühlen, musste ich den Erwartungen die sie an mich stellte gerecht werden.  Was ist richtig? A oder B?</p>
<p>Die Antwort: Beides ist falsch. Es gibt kein A oder B. Nicht in diesem Fall, aber auch in keinem anderem Fall. Ich bin kein mensa-Mitglied, kein Künstler, kein Schriftsteller und kein Musiker.<br />
Die Wahrheit: Ich exitistiere nicht. Mein Name ist ausgedacht, meine Form veränderlich. Egal ob ich noch 50 oder 300 Jahre lebe, irgendwann gibt es meine Form überhaupt nicht mehr. Ich bin nur eine kurze Erscheinung in einem pulsierenden All. Ich bin nicht realer als eine Zeichentrickfigur. Aber ich merke schon, dass langweilt Dich zu Tode&#8230;</p>
<p>Ich habe den Masterplan gefunden. Nicht nur einmal, sondern sehr oft. Es war immer derselbe Masterplan, natürlich. Aber ich habe ihn aus einem Grund wieder aus dem Auge verloren. Der Grund war: Es gibt keinen Masterplan. Verstehst Du? Nein, natürlich nicht. Du kannst es nicht verstehen, denn Du musst wissen was ich wisse. Weiße, Bleiche, Blende, Weiche, Binde, Welche? Blinde, Blöde, um nicht zu sagen dumm. Das ist, was Du bist, wenn du glaubst Du seist intelligent. Du glaubst mir nicht?<br />
Denk an die Streber in der Schule, die keiner mochte! Sie waren zu schlau um das zu bekommen was sie wirklich wollten.<br />
Denk an die Wissenschaftler in Ihren Laboren. Auch Sie suchen den Masterplan, bei Ihnen heißt er “Weltformel”. Was tun sie wenn sie sie gefunden haben? Sozialhilfe beantragen? Partys feiern?<br />
Jeder x Mensch strebt nach -x. Die Gleichung muss aufgehen.<br />
Was bin ich? Hässlich und dumm. Ich bitte um Verzeihung.<br />
Ich habe das nur so gesagt, das ist die Anwendung meines gesammelten Wissens. In Wirklichkeit will ich natürlich schön und schlau sein. Das bedeutet: Ich glaube nicht, dass ich es schon bin.<br />
Es gibt ein Problem: Ich will etwas sein, während ich es nicht sein will. Und überhaupt: Ich fühle mich nicht wohl. Etwas stimmt mit mir nicht, etwas grundlegendes. Sie kennen das? Ständig Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Unwohlsein? Es liegt an den Genen.<br />
Mama und Papa sind nicht glücklich, wie soll ich es sein? Sie haben sich scheiden lassen.<br />
Deswegen befinde ich mich in einem Zwiespalt.<br />
Ich befinde mich in einem Zwiespalt.<br />
Ich bin zwiegespalten.<br />
Ich existiere.<br />
Ich existiert.<br />
Ich ist zwiegespalten.<br />
Ich befindet sich in einem Zwiespalt.<br />
Ich hat Hunger.<br />
Ich geht mir etwas zu essen kaufen.<br />
Ich geht sich etwas zu essen kaufen!<br />
Ich geht ich etwas zu essen kaufen.<br />
Langweilig.<br />
Mehr Sex, mehr Drogen, dann ist ich vielleicht noch zu retten.<br />
Ich ist einfach nicht up to date.<br />
Wohin damit?<br />
Trotzdem, der Hunger nagt naheliegend.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.daskannmansichjawohlmerken.de/euphilismus/blog/2009/12/10/ich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Abenteuer des Dr. Möbius</title>
		<link>http://www.daskannmansichjawohlmerken.de/euphilismus/blog/2009/08/18/die-abenteuer-des-dr-mobius/</link>
		<comments>http://www.daskannmansichjawohlmerken.de/euphilismus/blog/2009/08/18/die-abenteuer-des-dr-mobius/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2009 17:08:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Möbius]]></category>
		<category><![CDATA[dr. möbius]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.daskannmansichjawohlmerken.de/euphilismus/blog/?p=25</guid>
		<description><![CDATA[Zeit auf zu stehen war trotzdem – zugleich zerrte der Wunsch an ihm nackt zu sein und sich in
einem Pool mit seinesgleichen zu wälzen. Der Kaffee war bereits zubereitet und stand dampfend da.
Eine Zigarette war ebenso schon gedreht und angezündet worden und befand sich in seinem
Mundwinkel. So konnte ein sogenannter „Tag“ gerne beginnen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_32" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-32" title="Pinguine" src="http://www.daskannmansichjawohlmerken.de/euphilismus/blog/wp-content/uploads/pinguineklein-150x150.jpg" alt="Pinguine" width="150" height="150" /><p class="wp-caption-text">Pinguine</p></div>
<p>Dr. Möbius war total verrückt. In seinem Wahn kreierte er sich Rechtfertigungssalat auf mindestens 3 Ebenen pro Persona. Im war halt danach. Seine neuste Erfindung: Ein Tagebuch mit automatischem Dissonanz-Detektor-Helm. Dieser sagte ihm immer, wenn er sich selbst belog, oder danach trachtete seinen Schmerz in symbiotischen Rollenspielen auszupressen.</p>
<p>Gerade eben ging Dr. Möbius ins Gehirn, was gleichzeitig sein Labor war. Er hantierte dort gerne mit selbstgebrannten Reagenzgläsern aus Cadmium, was ihn auch gleichzeitig beruhigte. Oft musste er sich so von nächtlichen Strapazen erholen, was ihm zuwider war. Seine Frau brachte dann Kaffee aus 100%igen Arabica-Bohnen, selbst gemahlen und direkt danach mit einer selbst gebrühten Suppe aus 100%igem Wasser übergossen, kurz angeguckt und dann stehengelassen, bis er eine annehmbare Temperatur für den Doktor hatte. Sie betrug 63 Grad Celsius. Dr. Möbius wachte verschwitzt auf und pikierte sich sogleich über den Helm, den er noch anhatte. Er musste vor Kurzem eingenickt sein – auf seinem Schreibtisch lagen verstreute Puzzleteile. Er hatte es wieder nicht geschafft.</p>
<p>Zeit auf zu stehen war trotzdem – zugleich zerrte der Wunsch an ihm nackt zu sein und sich in einem Pool mit seinesgleichen zu wälzen. Der Kaffee war bereits zubereitet und stand dampfend da. Eine Zigarette war ebenso schon gedreht und angezündet worden und befand sich in seinem Mundwinkel. So konnte ein sogenannter „Tag“ gerne beginnen. Er tastete nach seiner Frau, die sich oft noch spät Abends zu ihm auf den Schreibtisch legte. Sie war nicht da, wahrscheinlich entführt worden, murmelte der Doktor, der gleichzeitig auch Professor für moderne angewandte Kunst war und seit Jahren den Lehrstuhl besetzt hielt. Dafür wurde er regelmäßig in renommierten Fachzeitschriften gelobt und konnte so seinem liebsten Hobbie frönen: Dem Nachäffen von Unken- Rufen. Im Zentralarchiv für ostasiatische Kleinkunst las man gerne und laut seinen Namen: Dr. Möbius, guten Tag.</p>
<p>Der Doktor war verwirrt, und das mit Recht. Niemand konnte ihm sagen wer er war, geschweige denn ihm zuhören wenn er wieder anfing über seine Reisen zu sprechen und sich dafür zu rechtfertigen. Niemand wollte es hören, Niemand. Der Kaffee war scheiße. Mit einem Prusten spuckte ihn Professor Doktor Möbius an die Wand und sah zu wie er hinab rann, kleinste Tröpfen die teils vom Mörtel aufgesogen, teils perlend ein braunes Adernetz zogen, nur um danach hämisch nach dem Putzdienst zu rufen. Niemand kam. Es musste Sonntag sein, Sonntag Abend. Und so war es auch: Das Mittagessen kalt, der Kühlschrank verlassen, nur eine Taube saß gurrend auf dem Wohnzimmertisch und scharrte in einem Teller Risotto. Die Katze war tot, ebenso wie der Hund und das Trüffelschwein dass sich der Doktor aus Trotz zugelegt hatte. Das Telefon klingelte plötzlich. Hallo? „Herr Doktor, kommen Sie schnell! Es hat sich eine Begebenheit zugetragen!“</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.daskannmansichjawohlmerken.de/euphilismus/blog/2009/08/18/die-abenteuer-des-dr-mobius/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
